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Coaching lernen

Coaching

Unsere Definition: Coaching ist die dienstleistend reflexive Begleitung verantwortlicher Berufstätiger, um diesen Übersicht und Leistungslust zu erhalten.
Aus unserer Erfahrung lassen sich die hierfür notwendigen Coachingkompetenzen in den folgenden fünf Dimensionen beschreiben:

Ein Coach ist jemand, der sich von folgenden Wegweisern leiten lässt

 

Wegweiser

Sinnvolle Metapher

Irrweg

Selbstprüfung

... der das richtige Fragen kennt (Wissenschaftler)

... der die besseren Entscheidungen findet – Besserwisserei (als kennte die Wissenschaft "die richtigen Antworten")

Annehmen

... der alle Wertesysteme gelten lassen kann (Weiser)

... der keinerlei eigene Wertungen ins Spiel bringt. Relativierendes „anything goes"; als gäbe es nicht in jedem Bereich menschlichen Handelns die Grunderfordernis moralischer Reflexion

Einfühlen

... der sich in der differenzierten Wahrnehmung von Emotionen und emotionsleitenden Systemen ausgebildet hat (Lotse)

… der nach dem Muster "alle machen Fehler" oder "alles verstehen ist alles verzeihen" Emotionen überbewertet. Postionsloses "Es-allen-recht-machen" als Handlungsstrategie, Opportunismus

Echt sein

... der sich selbst so gestaltet hat, dass seine Präsenz immer kongruentes Modell für Problem lösendes Dasein ist (Vorbild)

… der „unverschämt" mutig seine persönlichen Ansichten einsetzt. Bevormundendes Verhalten, das „zu Ihrem Besten" dienen soll

Fördern und Fordern

… der Strukturen menschlicher Sozialorganisationen (Industrie und Freizeitindustrie, Verwaltung, Gesundheitswesen usw.) so gut kennenlernte, dass er einen reichhaltigen Werkzeugkasten für konstruktive Unterstützungen bei sich hat (Helfer)

… der sofort zupackend seine Ideen anbietet. Problemlösende Einzel-Operationen anstelle von Hinweisen auf problemlösende Strategien der Selbsthilfe. Entmündigendes „Expertentum", das den eigenen Werkzeugkasten nicht zur Verfügung stellt, sondern nur „anwendet"

 

Unsere fünf Grundprinzipien entsprechen fünf Wirkfaktoren der Psychotherapie. Wir gehen davon aus, dass es Meisterschaft bedeutet, persönliche Erfahrungen ernst zu nehmen. Das Ziel eines qualifizierten Coachings ist weniger, dass eine bestimmte Leistung erbracht, ein erwartetes Verhaltensmuster geleistet, ein Problem gelöst ist – zentral für qualifiziertes Coaching ist das gelingende Miteinander von Persönlichkeitsentwicklung und Aufgabenbewältigung. Dabei gehen wir davon aus, dass langfristig nur selbstgewählte Aufgaben wirklich erfolgreich bewältigt werden können. Wie alle angewandte Psychologie unterliegt somit auch das Coaching der Vorgabe, dass der Coach ein zentrales Interesse daran hat, seinen Einfluss so schnell wie möglich überflüssig zu machen. An die Stelle der coachenden Begleitung soll die kompetente Leistung des Gecoachten selbst treten – Coaching ist so gesehen Entfaltungsarbeit am Coaching-Klienten selbst und an seinem Selbst und an seiner Welt - d.h. auch Aufgabenbewältigung. Coaching entfaltet Selbstbewusstsein und sodann Selbstvertrauen und Selbststeuerung.

Heiler als Beruf? Arzt / Psychotherapeut als Beruf? Seelsorger als Beruf? Ja, von ganzem Herzen ja: diese Berufe sind sowohl auf Fachlichkeit als auch als Beziehungskompetenz angewiesen. Aber der Coach? Seine Beziehungskompetenz ist die Dienstleistung am Selbstbezug des Coaching-Klienten. Insofern kann der Coach die Funktion eines Heilers oder präventiven Heilers für burn out haben, er kann von einer beruflichen Kompetenz als Arzt oder Psychotherapeut profitieren, da er mit diesem Berufshintergrund über ein vielfältiges Rüstzeug zur Beziehungsgestaltung verfügt. Er kann als Seelsorger das spirituelle Bedürfnis seines Gemeindemitgliedes kennen und achtsam unterstützen. Aber der Coach hat weder in dem körperlichen noch dem seelischen oder spirituellen Heil seiner Coachingsklienten seinen Auftrag. Der Coach ist Begleiter für Veränderungsmächtige, die in „die Wirklichkeit“ aus- und eingreifend handeln. Das Dreieck zwischen der Selbstentfaltung des Coachingklienten und der Aufgabenbewältigung in dessen sozialer Verantwortung muss vom Coach immer mit geachtet werden.
Coachingkönnen ist Machtverzicht – weder Heil, noch Gesundheit, noch Seelenheil wird vom Coach „hergestellt“ – er begleitet „Hersteller“ in ihrem verantwortlichen Handeln.
Fünfwertiges-Coaching ist die berufliche Leistung jener Berufstätigen, die als Coaches …
1. …eine Grundausbildung in psychosozialen Berufen (z.B. Psychologe) bzw. im Management (z.B. Betriebswirt mit MBA) haben, die also die Steuerung ihres Verhaltens nach professionellen Normen gelernt haben und nicht der (machtgierigen) Illusion auf sitzen, der Beruf des Coaches könne ein eigener “Grundberuf” sein.
2. …mehrjährige Berufserfahrung und dokumentierte Erfolge in ihrem Berufsfeld („Profikönnen“)  mit dem Ehrgeiz verbinden, anderen konstruktive Begleitung anzubieten
3. …zwischenmenschliche Begegnungen als den Ort ihrer beruflichen Alltagsarbeit schätzen, da sie sich einfühlsam kompetent wissen und derart indirekt zu helfen vermögen
4. …gelernt haben ihr Tun als coachende/r integer, als ganzheitliche Person zu verantworten und dabei die internationalen Berufsstandards für Coaching zu erfüllen und zu beachten (ICF)
5. …einen Handwerkskoffer voll Handlungsmöglichkeiten zur Förderung von Selbstreflexion, Selbsterkenntnis, Selbstgestaltung – aber auch zur Förderung und Steuerung sozialer Prozesse bei sich haben und so direkte Hilfe bieten können

 
 
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