Wissen und glauben - hockel net

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Wissen und glauben

Person

MEIN MOTTO: Wissen schaffen heißt Fragen finden, Antworten geben heißt Glauben lehren.

Da ich inzwischen oft gefragt wurde, ob dies Motto besage, dass ich dem Schaffen von Wissen einen höheren Rang beimessen würde als dem Antworten gebenden Lehren von Glauben hier eine kleine Klärung.
Mir erscheint die wertende Entgegenstellung von Erkennen und Bekennen so sinnlos wie die Frage, ob denn das Einatmen oder das Ausatmen wichtiger seien. In der Entgegenstellung liegt auch eine der Wurzeln für Ideologie, Dogmatismus und Fundamentalismus.
Für den psychologischen Beruf ist das Finden von Fragen zentral - in meiner Arbeit als Coach und Psychotherapeut kann ich garnicht vermeiden, dass die Klienten auch meine Antworten hören - wobei hier auch jedes Schweigen und jede sokratische Frage zu Recht als Antwort verstanden werden kann. In meiner psychotherapeutischen Grundorientierung wird dies durch die komplexe Frage nach der Authentizität des Therapeuten als Person behandelt.
Psychologie ist Ringen um Erkenntnis, Psychotherapie ist Begleitung bei selbstheilender Suche nach den ganz persönlichen Antworten auf jene Fragen, die nur existenziell beantwortet werden können.
Mein Motto erarbeitete ich im Zusammenhang mit der Reflexion der Kategorie "Kindeswohl" (siehe Veröffentlichungen): was denn je und je das Kindeswohl sei und was daraus folge, ist eine Frage die nach Fragen drängt. Wie die für Kinderleben Verantwortlichen (Eltern, Bezugspersonen, Richter, Politiker) jeweils die Fragen des Kindes und ihre Sicht auf das Kind beantworten, ist für dessen Glauben (an Bindung, an das Gute, Wahre, Schöne, Menschliche usw.) zentral.

 
 
 
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